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    20.09.2009 um 17:29 Uhr
    Bilder von der Interboot Friedrichshafen 2009

    Eine große Plattform nicht für die nautische Schweiz bietet die Wassersport-Ausstellung INTERBOOT, die am Samstag, 19. September 2009, ihre Pforten öffnet. Neun Tage lang zeigen 510 Aussteller ihre Neuheiten in acht Hallen. Showveranstaltungen und Sportwettkämpfe am Messesee und vor der Uferpromenade am Bodensee machen Lust auf Aktivitäten im, auf und unter Wasser. Luxusillu.de besuchte die Interboot 2009 am 19.09.2009 in Friedrichshafen.

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Oldtimer Versteigerung: BMW BÜGELFALTE 328 wird in Monaco versteigert


BMW 328
Ein Stück Geschichte: der BMW 328 “Bügelfalte”. Foto: RMauctions/Peter Raider/Auto-Reporter.NET

BMW 328 “Bügelfalte” wird in Monaco versteigert

Ein blechgewordenes Stück deutscher (BMW) Automobilgeschichte kommt am 1. Mai in Monaco bei RM Auctions im Grimaldi Forum unter den Hammer: Der BM 328 MM „Bügelfalte“, Baujahr 1937 mit der Fahrgestellnummer 85032.
Die Geschichte dieses Autos liest sich wie das Drehbuch zu einem Film:

BMW hatte schon vor dem zweiten Weltkrieg aktiv Motorsport betrieben und mit seinem technisch hochentwickelten und leistungsfähigen Modell 328 beachtliche Erfolge gefeiert…


Die Fahrgestellnummer 85032 wurde im Mai 1937 als Standardkarosse für die BMW-Entwicklungsabteilung unter Leitung von Rudolf Schleicher gebaut. Der Wagen nahm 1937 beim Rennen von Le Mans teil, gefahren von dem damals sehr berühmten britischen Rennfahrer AFP Fane (eigentlich: Alfred Fane Peers Agabeg), der fünf Jahre später als Pilot der Royal Airforce über England abstürzte. Bei der Tourist Trophy 1937 wurde der Wagen von nicht weniger bekannten H.G. Dobbs gelenkt. Im darauffolgenden Jahr nahm das Fahrzeug an der Mille Miglia teil und errang den Sieg in der Zwei-Liter-Klasse, wieder mit Fane am Steuer und William James als Beifahrer. Später gewann dieser BMW mit der Chassis-Nummer 85032 die Goldmedaille bei der Deutschen Alpenfahrt mit Fritz Roth und „Blasi“ Huber und errang den Gesamtsieg bei der gleichen Veranstaltung im Jahre 1939. Im Herbst 1939 wurde die Nummer 85032 von der Rennabteilung in seine Einzelteile zerlegt und komplett neu aufgebaut mit einer offenen Stromlinienform für den Einsatz als Werkswagen bei der Mille Miglia 1940, zusammen mit zwei weiteren stromlinienförmigen Coupés.

BMW 328 Buegelfalte 2Ein Stück Geschichte: der BMW 328 “Bügelfalte”. Foto: RMauctions/Peter Raider/Auto-Reporter.NET

Die wunderschöne und absolut einzigartige Karosserieform des ‚85032‘ wurde entworfen von Wilhelm Kaiser, einem sehr erfahrenen Mitarbeiter der neuen BMW Design-Abteilung „Künstlerische Gestaltung“ unter der Leitung von Chefdesigner Wilhelm Meyerhuber. Gebaut wurde das Fahrzeug in der BMW-Rennabteilung in Milbertshofen und seinen Spitznamen verdankt der BMW dem markanten Kniff auf seinen Kotflügeloberseiten. Diese charakteristische und ikonenhafte Karosserieform wurde zum Maßstab einer ganzen Generation von Sportwagen in der Nachkriegsgeschichte, dessen Einfluss man sehr deutlich zum Beispiel am Jaguar XK120 Roadster erkennen kann.

Eine weitere Neuerung war der komplexe Stahlrohrrahmen für die Karosserie. Doch der Neuaufbau umfasste noch wesentlich mehr als nur Fahrwerk und Karosserie. Schlüsselkomponenten wir die Bremsen und das Hurth-Getriebe wurden verbessert, um die erhöhte Leistung aufnehmen zu können, die aus dem leistungsstärkeren 130 PS-Motor und dem leichteren Gesamtleergewicht von 725kg entstand. Die ‚Bügelfalte’ ist der einzige spezielle Roadster, der je in den BMW-Werken in München gebaut wurde. Die anderen beiden „Zweitserien“ der stromlinienförmigen Roadster erhielten ihre Aluminiumkarosserie von dem Karosseriebauer Touring in Mailand.
Die neue Form des Fahrgestells 85032 wurde von Ernst Loof, dem Leiter der BMW-Rennabteilung, intensiv getestet, bevor sie 1940 bei der Mille Miglia zusammen mit den beiden 328-Coupés zum Einsatz kam. Das Fahrzeug 85032 wurde schließlich Sechster bei der Mille Miglia 1940 mit Hans Wencher und Rudolf Scholz am Steuer, während das 328-Touring Coupé von Fritz Huschke von Hanstein und Walter Bauerner in jenem Jahr den Sieg davontrug.

Nach dem Ende des Krieges 1945 war das Fahrzeug Teil der Reparationsleistungen, wurde der UdSSR übergeben und landete schließlich in den Händen von Artjom Iwanowitsch Mikojan, dem Leiter des Entwicklungsbüros von Mikojan-Gurewitsch, das vor allem als Erfinder der russischen MiG-Jagdflugzeuge in die Geschichte eingehen sollte. Sein Sohn fuhr das Auto und tauschte es letztendlich 1972 mit Guido Adamson aus Riga gegen einen brandneuen Lada. Adamson behielt das Auto bis 2001. Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ überführte er den Rennwagen von Riga nach München ins BMW-Museum. Der derzeitige Besitzer kaufte diese historisch bedeutende Einzelstück 2001 und bietet es jetzt in Monaco zum Kauf an. (Auto-Reporter.NET/um)

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